Kodi – Gemeinsame Datenbank

Eine gemeinsame Datenbank für alle Geräte auf denen Kodi installiert ist, kann mit geringen Aufwand erstellt werden. Die Datenbank sollte sich auf einer NAS oder einem anderen separaten PC im Netzwerk befinden, auf den alle an das Netzwerk angeschlossenen Geräte Zugriff haben. Für welche Variante man sich entscheidet ist jedem selbst überlassen. In meiner Umgebung habe ich einen separaten Datenbank Server mit MariaDB auf einem virtuellen Ubuntu Server aufgesetzt.

Datenbank Server

  1. MySQL Community Server (https://dev.mysql.com/downloads/mysql/)
  2. MariaDB Server (https://downloads.mariadb.org/)

Beide Server gibt es für verschiedene Linux Distributionen sowie für Windows. Beide Server gibt es kostenlos zum herunterladen auf den entsprechenden Internetseiten der jeweiligen Anbieter.

Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion darüber entfachen welche Datenbank nun die bessere ist. Auch möchte ich nicht näher darauf eingehen das Datenbank Server in der Regel eine hochwertige Hardware benötigen um „flüssig“ ihren Dienst tun zu können. Hier geht es aber um den privaten- und nicht um den professionellen Bereich – und da reicht auch ein älterer PC vollkommen aus um die Multimedia-Sammlung zu verwalten.

Nachdem man sich also für einen Datenbank Server entscheiden hat, und diesen heruntergeladen und installiert hat, steht einer gemeinsamen Datenbank für Kodi nichts mehr im Wege. An dieser Stelle sei erwähnt, dass alle Geräte die gleiche Kodi-Version verwenden müssen, da es sonst zu Inkompatibilitäten der Datenbank kommen kann.

Kodi anpassen

Da Kodi in der Regel ziemlich schnell startet, muss die Einstellung „Vor dem Start von Kodi auf das Netzwerk warten“ aktiviert werden, da Kodi sich nur beim Start mit der Datenbank verbindet. Startet Kodi also schneller als das Netzwerk, findet keine Verbindung mit der Datenbank statt. Dies ändert man in den „OpenELEC Einstellungen“.

Als nächstes muss man eine Datei mit dem Namen „advancedsettings.xml“ erstellen und im freigegebenen Ordner „Userdata“ von Kodi speichern.

userdata

Die „advancedsettings.xml“ ist wie folgt aufgebaut.

editor

Download der „advancedsettings.xml“. Diese muss nur noch an das eigene Umfeld angepasst werden.

Bei „host“ muss die IP-Adresse eingetragen werden, unter welcher der Datenbank Server erreichbar ist.
„port“ sollte immer die Voreinstellung „3306“ sein.
„user“ ist der Benutzer der Datenbank.
„pass“ ist das Passwort welches dem Benutzer zugeordnet wurde.

Jetzt können die Multimedia-Dateien eingelesen werde, und werden in der Datenbank abgespeichert. Hier ist nur zu beachten, dass man beim Einlesen der Multimedia-Dateien auch die Netzwerkpfade verwendet, damit später alle mit Kodi ausgestatteten Geräte darauf zugreifen können. Erfahrungsgemäß geht das Einlesen von großen Filmsammlungen am PC schneller als am Raspberry Pi. Man kann nun die komplette Filmsammlung am PC einlesen und in der gemeinsamen Datenbank speichern. Auf dem PC muss die „advancedsettings.xml“ in folgendem Ordner angelegt werden:

C:\Users\<aktueller Benutzername>\AppData\Roaming\Kodi\userdata

Wenn man nach dem Einlesen der Filmsammlung in die gemeinsame Datenbank den Raspberry Pi startet, auf dem natürlich die gleiche „advancedsettings.xml“ kopiert wurde, stehen dort ebenfalls alle Multimedia-Dateien zur Verfügung. Man kann jetzt quasi einen Film im Wohnzimmer beginnen, dann Unterbrechen und später z.B. im Schlafzimmer an der gleichen Stelle den Film weiterschauen.

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