Kodi auf dem Raspberry Pi 3

Was wird benötigt?

Als Betriebssystem verwendet man OpenELEC. Auf der Homepage bekommt man kostenlos verschiedene Images, hier muss man das entsprechende Image für den Raspberry Pi 3 herunterladen.

rp3

Man kann nach der Installation von OpenELEC die Fernbedienung des Fernsehers nutzen um Kodi zu steuern. Es ist also nicht zwingend Erforderlich permanent eine Tastatur oder eine Maus an den Raspberry Pi anzuschließen. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein hochwertiges HDMI-Kabel mit CEC Unterstützung sowie ein Fernseher der ebenfalls diese Technik unterstützt (heutzutage so ziemlich jeder Fernseher der letzten 3 Jahre).

Auch bei der Wahl der SD-Karte sollte man auf eine schnelle Class 10 Karte setzen da, sich eine langsamere Karte negativ auf die Bootzeit auswirken kann.

Das Netzteil sollte ebenfalls qualitativ hochwertig sein. Preiswerte Netzteile haben oft Probleme die angegebene Leistung zu erbringen und können auch schon mal Stromschwankungen haben, die in der Folge zur Instabilität des Raspberry Pi´s führen können. Will man sich die Suche nach Fehlern und/oder Schwachstellen ersparen, sollte man von Anfang an auf ein hochwertiges Netzteil vertrauen.

1. OpenELEC Image herunterladen

Auf der Downloadseite von OpenELEC kann man das Image für den Raspberry Pi 3 herunterladen. Das Images für den Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3 sind identisch, somit steht hier auch nur ein Image als Download zur Verfügung. Dieses Image kann für beide Varianten des Pi´s verwendet werden.

Man muss nur darauf achten dass man das „Diskimage“ herunterlädt und nicht das „Update File“.

download

Wichtig: Nachdem man das Image heruntergeladen hat muss die heruntergeladenen .gz Datei entpackt werden um die .img Datei zu erhalten. Dieser schritt ist notwendig, da man nur .img Dateien flashen kann.

2. Disk Image Tool herunterladen

Dieses Tool wird benötigt, um das eben heruntergeladen Image von OpenELEC auf die SD-Karte zu schreiben. Ein einfaches kopieren funktioniert an dieser Stelle nicht.

Das „Disk Image Tool“ ist kostenlos und kann in der neuesten Version hier heruntergeladen werden. Nach dem erfolgreichen Download muss das Tool installiert werden.

3. OpenELEC Image auf die SD-Karte schreiben

Das „Disk Image Tool“ starten und die OpenELEC Image-Datei auswählen die auf die SD-Karte geschrieben werden soll. Zusätzlich muss noch der  Laufwerksbuchstabe der SD-Karte auswählt werden. Hier sollte man sich absolut sicher sein, dass man auch wirklich den Laufwerksbuchstaben der SD-Karte ausgewählt hat – anderfalls werden vorhandenen Daten unwiderruflich gelöscht. Zum Schreiben der Images auf „Write“ klicken und die darauf kommende Warnmeldung mit „Yes“ bestätigen. Dann muss man warten bis der Kopiervorgang abgeschlossen wurde.

disk_image

4. Installation abschließen

Wenn der Kopiervorgang abgeschlossen ist hat man das Media-Center Betriebssystem OpenELEC erfolgreich auf die SD-Karte geschrieben. Diese kann nun am Raspberry Pi eingesteckt und in Betrieb genommen werden. Beim ersten Start von OpenELEC wird die volle Speicherkapazität der SD-Karte nutzbar gemacht. Nach Abschluss startet der Pi automatisch neu und es erscheint Kodi auf dem Bildschirm.

5. Einstellungen vornehmen

Beim aller ersten Start wird man gebeten einige Voreinstellungen vorzunehmen. Um sich mit dem WLAN-Netzwerk verbinden zu können, muss man eine USB Tastatur anschließen. Zu beachten ist dabei, dass die Tastatur standardmäßig das englische Layout benutzt. Sonderzeichen sind dadurch anders belegt und die Buchstaben Z&Y sind vertauscht. Fall man damit nicht zurecht kommt, kann man den Schritt mit der WLAN-Verbindung vorerst überspringen und das Tastaturlayout in den Openelec-Einstellungen auf deutsch stellen.

Im letzten Schritt wird man gefragt welche Dienste aktiviert werden sollen. Es ist empfehlenswert den SSH-Dienst zu aktivieren damit man später vollen Zugriff auf das System haben. Der Samba Dienst sorgt dafür dass man per Netzwerk auf die freigegebenen Ordner auf dem Raspberry zugreifen kann.

openelec_ssh_aktivieren

6. Kodi auf Deutsch stellen

Man benötigt für diesen Schritt eine aktive Internetverbindung da Kodi die Sprachdateien erst nach dem auswählen der entsprechenden Sprachdatei herunterlädt.

Unter System → Appearance → International Language kann die Sprache auf deutsch umgestellt werden.

regional_en

7. Zeitzone einstellen damit die Uhrzeit stimmt

Im selben Menü wo man die Sprache geändert hat, stellt man auch gleich die richtige Zeitzone ein, damit die Uhrzeit richtig angezeigt wird.

Unter „Zeitzonen-Region“ wählst man „German“ aus, dann stimmt auch die Uhrzeit wieder 🙂

regional

Flüssiges Menü bei Videowiedergabe

Wenn ein Video läuft und man zurück ins Kodi Menü geht und das Video im Hintergrund weiter laufen lässt, dann ruckelt das Menü stark. Warum das standardmäßig so eingestellt ist weiß ich nicht genau, doch es stört sehr und der Raspberry hat genug Power um das Menü auch während einer Videowiedergabe flüssig darzustellen. Selbst der Pi 2 konnte das bereits problemlos.

Diese Limitierung stellt man also einfach ab. Unter Optionen → Video → Beschleunigung → Aktualisierung der Benutzeroberfläche begrenzen wählt man „unbeschränkt“ aus. Damit man diesen Menüpunkt siehst, muss man wie im Screenshot zu sehen unter Punkt 1, die Einstellungsebene auf „Fortgeschritten“ stellen.

kodu_menu_ruckelt_abstellen_raspberry_pi-680x383

Wie geht es weiter?

Kodi ist installiert und alle Einstellungen sind gemacht. Jetzt kann es losgehen.

Wenn man Kodi zum ersten mal nutzt sollte man sich mit dem System erst einmal vertraut machen. Man sollte sich alles mal anschauen und ausprobieren. Video-Addons wie z.B. Youtube, Clipfish oder auch Musik-Addons wie Shoutcast usw. installieren. Einfach mal alles nach Lust und Laune ausprobieren – passieren kann hier nichts. Einfach eine externe Festplatte mit Videoinhalten anschließen und die darauf enthaltenen Inhalte abspielen. Alternativ kann man auch auf Freigaben im Netzwerk zugreifen, und Videos/Musik von dort aus abspielen.

Bevor man nach dem ganzen Testen und Probieren jedoch damit beginnt seine Multimedia-Sammlung einzulesen, sollte man Kodi noch einmal „frisch“ installieren damit man ein „sauberes“ System hat.

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